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Donnerstag, 18.09.2008 - 19:53
Noch 24 Tage!
In 24 Tagen geht es los - wir fliegen über den großen Teich!
Nach Amerika - in die USA - nach Nevada - nach Las Vegas!
Häns wird das erste mal "drüben" sein, Andrea durfte ja schonmal Iowa bereisen.

Dann werden wir uns einen schmucken Mietwagen abholen und uns auf unsere (hoffentlich) bestens vorbereitete Route durch Nevada, Kalifornien und Arizona machen!
Wir sind sehr gespannt, können es kaum noch erwarten, zählen die Tage und freuen uns wie die kleinen Kinder.

Dann an dieser Stelle auch mal einen herzlichen Dank an die großzügigen $$$-Spender!

Wir werden ein paar davon in Las Vegas - hoffentlich gewinnbringend - "anlegen"...
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Freitag, 10.10.2008 - 21:27
Es kribbelt...
...und zwar ganz gewaltig! Am Sonntag um diese Zeit werden wir (wenn pünktlich) gerade in Las Vegas gelandet sein!!!

Wir sind sehr gespannt!
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Sonntag, 12.10.2008
Sebbis Rache?
Gestern schon fing unser Urlaub ja quasi an - mit der Deutschen Bahn ("Sänk ju for träwweling") ging's mit dem ICE von Köln nach Frankfurt. Wir haben der langen Schlange am Vorabend-Checkin getrotzt und haben am Vorabend eingecheckt. Dann ein letzter Mäckes-Besuch in Good Old Germany, bevor es mit dem Hotel-Shuttle ins Motel One ging. Das mit dem Mäckes war eine sehr gute Idee, denn das Motel One liegt mitten in einer Bürostadt mit nix außer geschlossenen Bürotürmen.
Also ab auf's Zimmer - immerhin kommt Fußball und Deutschland schlägt "den Russen" mit 2:1. Natürlich trägt sich auch der Prinz in die Torschützenliste ein!

Der nächste Morgen beginnt früh - Wecker um 5:30, Abfahrt des Shuttle-Busses um 6:30, Ankunft am Terminal 2 um 6:45. Hier sind wir leider falsch, deswegen mit der sensationellen Skytrain zum Terminal 1. Unser Flug steht sogar schon auf der Tafel!
Planmäßig 9:30 - Erwartet 11:00! Grandios! Der Urlaub beginnt also mit Warten - Spekulationen machen die Runde, dass Sebbi sich mit Torstens Hilfe an Andrea rächen will... (Bis jetzt wurden sie nicht entkräftet...)

Nun ist es 9:12 und wir sitzen bei Starbucks und haben für Kaffee Caffe Latte, Getränke und Brötchen bei diversen Läden schon geschätzte 2398 Euro ausgebeben... Warten am Flughafen ist teuer.

Andrea nervt, dass ich zuviel tippe. Aber ist ja nicht so, dass wir es wirklich eilig hätten. Da wir unser Gate noch nicht wissen, lohnt es sich auch nicht, schonmal durch die Gepäckkontrollen zu gehen, da wir ja gar nicht wissen, wo wir hin müssen...

Auf jeden Fall müssen wir jetzt eins - da durch...
3 Kommentare:
Häns meinte dazu am 12.10.2008 um 09.42 Uhr:
9.42 - Unser Gate steht fest, jetzt gates los!
Tim meinte dazu am 12.10.2008 um 09.53 Uhr:
Also ich durfte auch schon mal 4 (vier) Stunden auf einen Flug warten, den Andrea für uns gebucht hatte... Da sind anderthalb Stunden wirklich nicht so viel...
Ina meinte dazu am 13.10.2008 um 19.29 Uhr:
Sie haben es geschafft, sie sind gelandet, haben die erste Nacht in Las Vegas verbracht und heute...ist ein große Tag!!! Andrea, bitte unbedingt Deine eMails checken!!!!
Sonntag, 12.10.2008
Ein Tag hat 24 Stunden! Ja, haben wir gemerkt...
So, nach ein paar Tage Pause geht's hier endlich weiter! Wir sind gerade in Bishop und unser Motel hat Free WiFi. Daran kann sich das Luxor mal ne Scheibe abschneiden, die wollen 14$ pro Tag für wired internet. Halsabschneider...

Dann wollen wir mal chronologisch berichten, wie es uns bis jetzt ergangen ist. Oder auch "was bisher geschah"...

12.10.2008

Nachdem unser Flug in Frankfurt dann doch noch gestartet ist , sind wir nach etwas mehr als 11 Stunden später in Las Vegas gelandet. Der Flug war sehr ruhig, ich hatte mir ihn insgesamt schlimmer vorgestellt. Obwohl Condor wohl den geringsten Sitzabstand hat (Touristen halt...) hatte ich für meinen Geschmack genug Platz. Als Unterhaltung lief u.a. "21", der uns erklärt hat, wie man beim Black Jack zählt und das Casino ausbeutet. Natürlich wurden die am Ende nicht glücklich mit all dem Geld. Also werden wir das lieber auch nicht machen...

Nach der Landung (14.00 Uhr Ortszeit - 23.00 Uhr Deutschland) ging's zur Immigration. Eine ätzende Schlange, aber um 14.45 haben wir unsere Fingerabdrücke und unser Foto abgegeben, können das Gepäck aufnehmen und raus aus dem Airport. Las Vegas, wir sind da. Unser Taxifahrer war schon mal in Dusseldorf (was immer er DA wollte...), ist ein cooler Typ und hört laute coole Musik in seinem Taxi. Das Lied läuft hier ca. 32 Mal am Tag auf "93.1 to party", scheint der No.1-Hit zu sein... (Keine Ahnung, wie es heißt).
Wir sind um 15.30 im Luxor. Erstmal - WOW! Man steht mitten im Casino. Blingblingbling-doindoingdoing-piepiepiep... Wo müssen wir bitte hin?
Ok, den Check-In haben wir gefunden - natürlich nicht ohne Warteschlange. Aber kein Problem, wir haben ein Pyramid Deluxe Room gebucht - nein, wir möchten kein Upgrade - danke, das war's. Zimmer im 15. Stock. Ich finde es cool - Andrea weniger, denn die Aufzüge sind nicht aus Glas und relativ rappelig. Augen zu und durch...
Auf dem Zimmer frisch machen und rasieren (Hans), nicht der Müdigkeit nachgeben, (20 Stunden auf den Beinen), um 16.15 runter ins Casino und erstmal staunen.
Dann raus auf den Strip und zu Fuß los. Erstaunlich frisch in Las Vegas, gerade mal ca. 15°C! Zu Fuß vorbei am Excalibur, durch's New York New York, einen Cafe Mocha bei Starbucks gegen das steigende Schlafbedürfnis, weiter vor's Bellagio und schließlich gegenüber im Miracle Mile Shops at Planet Hollywood um 17.30 zu Abend gegessen in "La Salsa Cantina". Mexikanisch und lecker! Danach per Pedes zurück, das Excalibur von innen besichtigt und um 20.00 zurück im Luxor. Ab ins Bett, schlaaaaaaaaaafen... :)

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Montag, 13.10.2008
Las Vegas Birthday
13.10.2008 - Andrea's Geburtstag

Um 8.30 stehen wir auf - quasi fit und ausgeschlafen! Vielleicht sind wir dann jetzt wach genug, um zu begreifen, dass wir ins Las Vegas sind. Das fiel am Abend vorher doch irgendwie sehr schwer, bei den Eindrücken, die hier an jeder Ecke auf uns einprasselten...

Zunächst gibt's mal eine kleine Geburtstagsüberraschung - Eintrittskarten für die "Mystère"-Show des Cirque du Soleil im Treasure Island für den Abend. Andrea ist schonmal sehr begeistert (yes, gelungen! ). Um 9.20 geht's runter ins Casino. Wir genehmigen uns ein echt amerikanisches Frühstück im hauseigenen Pyramid Cafe. Ich habe ein All American Breakfast mit Hashed Browns (quasi Rievkoocke ussenander), einer dicken Scheibe gegrillter Schinken und Rührei. Was soll ich sagen? Es war lecker! Und man spart sich ein weiteres Essen vor dem Abendessen... Andrea hatte sich mit einem popligen Continental Breakfast zufrieden gegeben und hatte direkt einen Frühstücks-Favoriten ("Der Bagel ist mein Freund"! ). War aber auch lecker mit Philadelphia und Marmelade. Dazu natürlich Coffee und free refill bis zum Koffeinschock... Nach diesem kleinen Frühstück rollten wir durch's Mandalay Bay (auch sehr sehr schmuck) und ließen uns anschließend zum Mietwagen kutschieren. Unser Alamo-Voucher hatte für uns die Info, dass die Station nur 10 Minuten vom Strip entfernt ist. Kurz hatten wir überlegt, dort zu Fuß hinzugehen, denn 10 Minuten spazieren nach dem Frühstück wären ja nicht sooo schlecht. Gut, dass wir's nicht gemacht haben, denn die 10 Minuten waren Fahrzeit und auch so relativ optimistisch... Jedenfalls waren wir um 12.00 an der "Car Rental Plaza", die von der Größe her einem deutschen Einkaufszentrum nahe kommt. In der Halle ca. 20 Counter der verschiedenen Mietwagenfirmen. Bei Alamo war die Schlange vergleichsweise kurz. Also mal wieder ein bisschen warten. Dann die Formalitäten erledigt. Andrea musste nicht als 2. Fahrer eingetragen werden, denn Verheiratete sind automatisch mitversichert. Sehr praktisch! Und natürlich günstiger! Nach dem Papierkrieg und 24 Unterschriften, mit denen ich bestätigt habe, dass ich auf die ganzen gutgemeinten Versicherungen verzichte, die mir die gute Frau so ans Herz legte, ging es ein Stockwerk höher zur Fahrzeugausgabe. Wir hatten einen Midsize gebucht. Da standen vier Stück, die gerade alle beladen wurden. Mit uns warteten noch drei andere Pärchen oder Grüppchen. Und dann durften wir uns einen Fullsize auswählen. D.h., auswählen jetzt nicht, weil wir davon den letzten bekamen. Einen Chevrolet Impala, dunkelrot, groß, riesiger Kofferraum, mit Sesseln und natürlich Automatik. Sehr goil! Damit lässt sich über Highways cruisen!
Nach kurzem optischen Check des Wagens (hatte gerade mal 1600 Meilen drauf; das werden wir toppen...) raus aus dem Parkhaus und rein ins Vergnügen. Das heißt, einmal den ganzen Strip rauf, staunend vorbei an allen Hotels. Las Vegas ist der Wahnsinn!! Wir cruisen bis Downtown Las Vegas auf der Suche nach den Premium Outlets. Die Suche dauert etwas, und wir kommen u.a. an einer Schule vorbei. Da wird uns auch mal klar, dass es in Las Vegas auch Leute gibt, die dort wohnen und arbeiten...
Schließlich finden wir das Outlet Center und natürlich werden direkt mal Chucks geshoppt und diverse Levi's! Levi's für $30, was will man mehr? Noch kurz zu Tommy Hilfiger. Weil wir schon 16.30 haben, müssen wir zurück zum Strip und im Treasure Island die Mystere-Tickets abholen. Das klappt bestens - und die Wartezeit bis zum Beginn um 19.00 überbrücken wir mit einem Coffee bei Starbucks und ein bisschen gamblen am Black-Jack-Automaten. Um 18.45 zur Cirque-du-Soleil-Show. Was soll ich sagen? Das war toll, super, phantastisch! Wie Zirkus, nur in noch viel toller! Leider bläst die Aircondition die ganze Zeit und wir frieren und frieren, während die Amis alle in T-Shirts und kurzen Hosen neben uns sitzen. Die sind irgendwie abgehärtet...
Nach der Show geht's nochmal auf den Strip. Ins Venetian. Das ist der Wahnsinn. Venedig überdacht. Mit Canale Grande, Gondeln und Markusplatz. Unglaublich. Alles hell wie am Tage - surreal, aber schön! Wir essen um 21.45 echte italienische Pizza und spazieren zurück zum Treasure Island. Hier machen wir aus $5 mal eben $9 beim Black Jack und erfreuen uns an dem Riesengewinn (ohne ihn wieder auszugeben!!!).
Mit dem Auto geht's zurück zum Luxor. Und um Mitternacht fallen wir wieder erschöpft, begeistert, voll von zehntausenden blinkenden Eindrücken, todmüde ins Bett.

13.10.:
gefahrene Meilen: 21,2 (= 34,1 km)
3 Kommentare:
Tim meinte dazu am 15.10.2008 um 10.11 Uhr:
Dann hat sich der Film ja echt gelohnt 4 $ Gewinn - cool
Babsy meinte dazu am 15.10.2008 um 17.32 Uhr:
Ey, das sind ja meine Schuhe!
Britta meinte dazu am 15.10.2008 um 22.29 Uhr:
Wow, das klingt alles sehr cool!
Viel Spaß noch..
Grüße aus
Dienstag, 14.10.2008
Death Valley in der gemäßigten Variante
Jetzt habe ich ja einiges nachzuholen... Bisweilen hatte ich Abends keine Muße mehr für's Tippen, und in den letzten zwei Tagen funktionierte hier im Hotel das W-LAN nicht. Aber jetzt wieder! Also los geht's! :-)

14.10.2008
Las Vegas --> Death Valley --> Bishop

Der Wecker klingelt uns um 6.30 aus der verdienten Nachtruhe. Heute soll es früh "on the road" gehen, denn wir haben eine weite Strecke vor uns, runde 300 Meilen sind kalkuliert. Also heißt es, schnell auschecken, Gepäck ins Auto schleppen, und ab zum nächsten Supermarkt. Wir fahren nochmal nach Downtown, weil Andrea da gestern irgendwo einen Supermarkt gesehen hat. Leider finden wir den nicht, aber nach ein Runden Suchfahrt halten wir bei einem kleinen 7/11 und decken uns mit Coffee2go, Wasser und ein paar süßen Frühstücksteilen ein (Cinnamon Roll - seeeehr lecker!!).

Um 9.30 verlassen wir dann schließlich Las Vegas auf der NV-160 in Richtung Pahrump. Es geht 60 Meilen quasi nicht durchs Nichts, aber durch nicht sehr viel... Um 11:15 lassen wir Pahrump hinter uns und fahren auf die NV-190 in Richtung Death Valley. Eine Viertelstunde später erreichen wir die Einfahrt zum Nationalpark, natürlich mit Fotostopp! Es ist erstaunlicherweise nicht heiß, sondern nur warm! 70°F, d.h. rund 20°C, sind für das Death Valley wohl eher unterkühlte Temperaturen. Aber umso besser, wir brauchen keine Panik zu schieben wegen überhitztem Auto und zu Ende gehenden Wasservorräten. Allerdings ist die Luft unheimlich trocken. Das haben wir schon in Las Vegas gemerkt. Die Lippen sind ständig trocken und die Nase produziert nur trockenes Gebrösel... Wenig nett. Danach machen wir einen Abstecher zu Dantes View. Ein Aussichtspunkt auf 1669m Höhe, für den sich der Abstecher auf jeden Fall lohnt. Von hier sieht man hinunter auf Badwater, den tiefsten Punkt der USA. Liegt 86m unter dem Meeresspiegel! Wasser ist hier allerdings nirgends zu sehen... Weiter geht's zum Zabriskie Point. Ein weiterer Aussichtspunkt, der wieder tolle Motive für den ambitionierten Hobbyfotografen bietet.

Um 13.30 statten wir dem Visitor's Center einen Besuch ab und kaufen den "America the Beautiful - Annual Park Pass", der uns für alle Nationalparks auf unserer Tour kostenlose Einfahrt bietet und bis Oktober 2009 gültig ist. Wir können also nächstes Jahr wiederkommen, weil wir dann richtig Geld sparen... Hier unten sind es 84°F (=27°C). Von hier aus gehts dann weiter durch's Death Valley. Und man bekommt einen Eindruck davon, warum es das "Tal des Todes" ist. Hier wächst wirklich nichts Grünes. Kein Wasser, kein Leben.

Wir fahren bis Panamint Springs und tanken ein paar Galonen zu einem überhöhten Death-Valley-Specialprice, aber das ist wohl besser als Liegenbleiben oder zu Mindest gut gegen ständiges "Sorgen-haben-müssen".

Kurz vor der Ausfahrt aus dem Nationalpark gibt es noch einen schönen Vistapoint. Father Crowley Point bietet wieder einige schöne Aussichten. Es geht raus aus dem Death Valley und wir fahren auf Lone Pine zu. Wir hatten mal angedacht, hier zu übernachten, aber da es erst 16.45 ist, fahren wir die US-395 weiter durch Independent und Big Pine bis Bishop. Hier finden wir ein nettes Zimmer im LaQuinta. Mit kostenlosen W-LAN. Davon sollte sich das Luxor mal ne Scheibe abschneiden. Die wollen schlappe $14 für Wired LAN pro Tag! Halsabschneider!

Abendessen gibt's natürlich auch noch - heute das erste Mal bei Denny's. Real americanish, Burger und Sandwich, und zum Nachtisch einen absolut magenschließenden Hot Fudge Brownie. Einfach Lecker!

14.10.:
gefahrene Meilen: 332,1 (= 534,5 km)
Verbrauch: 25,6 Meilen pro Gallone (= 9,2 Liter/100 km)
durchschn. Geschwindigkeit: 36,5 MPH (= 58,7 km/h)
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Mittwoch, 15.10.2008
Yosemite - Wunderschön!
15.10.2008
Bishop --> Yosemite --> Oakhurst

Um 5.45 ist für Andrea die Nacht zu Ende, Häns schläft bis 7.15 weiter. Natürlich sind wir beide gleichzeitig um 8.00 fertig zum Frühstück. Hier gibt es außer den obligatorischen Bagels (laut Langenscheid übrigens ein jüdisches Laugengebäck mit Loch) auch Belgische (nicht BeRgische!) Waffeln zum Selbermachen. Mit Syrup, mal wieder typisch amerikanisch, typisch süß, nicht schlecht, aber ich kann die gute Waffel nicht ganz aufessen...

Nachdem Nach-Hause-Skypen und Auschecken geht's noch kurz zu Vons, wir kaufen wieder Getränke, Obst und Cookies ein. Danach wird nochmal vollgetankt - und um 9.50 verlassen wir Bishop auf der US-395 immer Richtung Norden. Lee Vining erreichen wir um 11.00 und machen einen kurzen Abstecher zum Mono Lake und dessen Visitor Center, das heute leider geschlossen ist.

Also weiter - auf die Tioga Road. Sie führt uns durch eine wirklich wunderbare Landschaft, vorbei an einigen Gebirgsseen, hinauf auf 3031m. Am Tioga Pass ist die Einfahrt zum Yosemite National Park, hier sind wir um 12.05. Die Rangerin am Eingang kontrolliert unseren Annual Pass und stellt fest, dass wir Stofftiere sammeln. Gott sei Dank dürfen Krokodile und Giraffen in den National Park!

Es folgen diverse Foto-Stopps. Man muss einfach anhalten und knipsen - obwohl man die wunderbare Atmosphäre, die Stille und vor allem den Geruch eh auf keinem Foto festhalten kann. Am Tenaya Lake wird pausiert und am Olmsted Point machen wir einen kleinen Spaziergang, der uns wunderbare Aussichten auf das Yosemite Valley und die Umgebung bietet. Toll!

Um 15.15 sind wir im Valley, besuchen das Visitor Center und kaufen uns im Yosemite Shop einen Sandwich und stärken uns im Auto. Wir brechen um 16.00 wieder auf und verlassen das Valley. Nach Baustellen-Verzögerung, bei der wir nicht selbstständig durch die Baustelle fahren dürfen, sondern einem Pilot Car folgen müssen und kontrollieren Waldbränden, die uns sehr unheimlich vorkommen, erreichen wir um 17.30 Mariposa Grove. Mit den dort wachsenden riiieeesigen Sequoia-Bäumen machen wir einige Fotos und machen uns eine halbe Stunde später auf in Richtung Abendquartier.

In Oakhurst kommen wir um 19.00 an und machen erstmal eine kleine Ortsrundfahrt. Alle wichtigen Fast-Food-Ketten und Supermärkte sind vertreten. Im Days Inn haben wir ein Zimmer reserviert. Wir checken ein. Kein Luxus, aber sauberes, nettes Zimmer. Angeblich auch mit Free WiFi, aber da wir das letzte Zimmer haben, sind wir wohl zu weit weg von der Lobby. Egal, erstmal geht's sowieso zum Abendessen. Wir finden das "Village Hofbräu" ganz nett, obwohl (oder weil) es mit einem Hofbräuhaus oder ähnlichem nichts gemein hat. Aber es gibt hier Paulaner, wahrscheinlich deshalb. Es ist auch das einzig deutsche, was es hier gibt. Wir essen nicht europäisch, sondern Burger mit Fries bzw. New York Steak, 10 oz., mit Mushed Potatoes und Bohnen. Sehr lecker!

Danach gibt's endlich mal wieder einen Starbucks-Coffee. Wir sind müde und freuen uns auf's Bettchen - aber das soll noch etwas dauern.

Wir sind um 20.45 wieder im Motel. Und beim Versuch, unsere Zimmertür zu öffnen, schrotten wir leider das Türschloss! Ob Andrea zu grob war, oder das Schloss vorher schon einen Knacks hatte (was wahrscheinlicher ist), spielt keine Rolle. Kaputt ist kaputt. Also zur Rezeption und der guten Dame klargemacht, dass die Klinke nur locker runterhängt ("The handle is just hanging down..." ) Aber sie kapiert das Problem, was anscheinend ab und zu auftritt und ruft einen Techniker an. Nachdem wir eine halbe Stunde frierend in der "Lobby" gesessen haben (Hier zeigte sich wieder, dass die Amis ein anderes Temperaturempfinden haben), ist der Techniker eingetroffen und hat um ca. 21.30 die Tür immerhin geöffnet. Wir gehen sehen, was der brasselt. Der Techniker stellt sich als ca. 80-jähriger Rentner raus, der mit seiner Frau als Beleuchterin das ganze (elektronische) Türschloss auseinandergebrasselt hat. Jetzt können wir zwar ins Zimmer, aber abschließen is noch nicht. Der gute Mann tut aber sein bestes, erzählt dazwischen davon, dass er 1946 in Bremen und Bremerhaven war ("Alles kabut") und ist schließlich um 22.45 endlich erfolgreich. Fertig! Wir danken den beiden - und fallen endlich ins Bett!

15.10.:
gefahrene Meilen: 204,0 (= 328,3 km)
Verbrauch: 25,9 Meilen pro Gallone (= 9,1 Liter/100 km)
durchschn. Geschwindigkeit: 32,4 MPH (= 52,1 km/h)
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Mittwoch, 15.10.2008 - 06:30
Jo, des Valley wor scho subba!
14.10.2008

Der Bericht vom 14.10. folgt.
Death Valley haben wir hinter uns, sind gerade in Bishop im Motel, es ist 21.30 Ortszeit und ich muss mal dringend ins Bett.

Fotos könnt ihr aber rechts schon begucken!

Stay tuned!
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Donnerstag, 16.10.2008
San Francisco, wir kommen!
16.10.2008
Oakhurst --> Yosemite --> San Francisco

6.00: Aufstehen. Wir wollen früh raus - trotz Türschlossdesaster am Vorabend. Um 7.10 gibt's Frühstück. Allerdings nicht viel, denn die Bagels sind nicht so toll und das Yellow Water formerly known as Orange Juice ist gruselig schlecht. Also um 7.45 erstmal zu Vons, hier kaufen wir uns ordentlichen O-Saft und ein (zweites) Frühstück für später. 8.05 Abfahrt, zurück in den Yosemite.

Wir sind um 9.45 am Glacier Point und spazieren zum Aussichtspunkt - 2199m hoch, atemberaubend und mit einer tollen Aussicht auf Half Dome und das Valley, das schlappe 1000m tiefer liegt. Wahnsinn! Wir bleiben dort bis 10.30, dann geht's ein kurzes Stück zurück zum Washburn Point und legen hier eine Frühstückspicknickpause ein. Mit toller Aussicht schmeckt so eine Cinnamon Roll noch besser. Dazu ein Bagel mit Cream Cheese, leckerer Orangensaft - so lässt's sich leben!

Um 11.00 geht's weiter, 12.00 durchfahren wir das Yosemite Valley und um 13.00 verlassen wir den Yosemite National Park auf der CA-120. Die nächste Pause gibt's dann um 14.50 in Oakdale. Hier tanken wir mal wieder voll und genehmigen uns einen Frappucino bei Starbucks. Leider kommen gleichzeitig mit uns zwei Busse mit deutschen und französischen Touristen an, sodass die Schlangen an der Kasse und am Klo erheblich lang werden.

Nach Oakdale geht's das erste Mal auf den Freeway: Die US-580 in Richtung San Francisco. Freeway fahren ist gewöhnungsbedürftig. Zunächst mal komme ich mir so vor, als ob ich der einzige in den Staaten bin, der sich an die Tempolimits hält. Aber egal, auf ein Ticket wegen Speeding kann ich verzichten. Dann darf hier ja auch rechts überholt werden, so dass man in Ruhe in der Mitte cruisen kann und rechts und links die Trucks an einem vorbeiziehen. Wie gesagt, gewöhnungsbedürftig...

Wir wollen San Francisco über Sausalito anfahren, damit wir standesgemäß über die Golden Gate Bridge in die Stadt rollen können. Natürlich verfahren wir uns - Andrea ist (auf Anweisung ) mit San Francisco-Schilder-knipsen beschäftigt, so dass wir verpassen, der CA-580 zu folgen. Es gibt hier auf den Freeways aus nicht sowas wie Vor-Wegweiser oder so. Tja, und wenn dann halt das entsprechende Schild kommt, dass es rechts Richtung Sausalito geht, man aber selber auf der linken Spur ist, gerade rechts überholt wird, ... dann bleibt man halt links und schon ist man auf der Oakland Bay Bridge. Kostet $4 Maut. Wir fahren in der Mitte der Brücke ab, sodass wir auch mal in den Genuss eines Besuches auf Treasure Island kommen. Hier kann man praktischerweise in die andere Richtung wieder auffahren, so dass es wieder die Oakland Bay Bridge zurück geht.

Jetzt passen wir besser auf uns bleiben auf der US-580, sind mitten in der Rush Hour (17.30) und kommen nur langsam voran. Letztlich schaffen wir es doch, über die Richmond-San Rafael-Bridge ($4 Maut) nach Sausalito zu fahren. Hier wechseln wir auf die US-101 und kurze Zeit später ist es soweit: Um 18.00 fahren wir über die Golden Gate Bridge. ($6 Maut) San Francisco, wir sind da!!!

Und natürlich verpassen wir nach der Brücke die Abfahrt Richtung Downtown und fahren erstmal Richtung Marina. Auch sehr nett, aber wir wollen schließlich zu unserem Hotel. Also wird das TomTom rausgekramt und angeschmissen - funktioniert und ist in San Francisco Gold wert. Wir werden durch die Stadt gelotst, werden mit den mehr als steilen Straßen bekannt gemacht (der Wahnsinn! ) und relativ kurze Zeit später halten wir vor unserem Hotel.

Das Hotel Bijou, 111 Mason Street. Natürlich gibt's hier keine Parkplätze, aber das Hotel bietet Valet Parking zu einem Schweinegeld an. Aber man hat hier quasi keine andere Wahl, will man nicht das Risiko eingehen, sein Auto am nächsten Tag am anderen Ende der Stadt auszulösen. Also lassen wir unser Auto parken. Ist ja auch ganz praktisch...

Um 18.45 checken wir ein. Ein nettes Hotel - unser Zimmer trägt den Titel "The Game", ein Film von 1997 mit Michael Douglas. Leider nicht das "Is' was, Doc?"-Zimmer... Wir haben auch leider keine Aussicht (Hinterhof), aber ansonsten ist es sehr nett hier.

Wir ruhen uns aus, machen uns frisch und um 20.00 geht's zum ersten Mal auf die Straßen von San Francisco. Wir spazieren zur Market Street und die Powell Street hoch und essen im Caffé Bellini zu Abend. Italienisch, lecker. Wir sind einfach geschafft nach der langen Fahrt, schleppen uns ins Hotel zurück und fallen um 23.30 ins Bett!

16.10.:
gefahrene Meilen: 301,2 (= 484,7 km)
Verbrauch: 27,1 Meilen pro Gallone (= 8,7 Liter/100 km)
durchschn. Geschwindigkeit: 34,6 MPH (= 55,7 km/h)
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Freitag, 17.10.2008
San Francisco - Eine wunderschöne Stadt, Howard!
17.10.2008
San Francisco




(Lautsprecher einschalten und Play drücken!)

Nach dem Continental Breakfast mit Bageln, Toast, Kaffee und O-Saft sind wir um 10.30 "auf der Straße" und besuchen erstmal die Visitor Information, die sich praktischerweise nur gute 200m von unserem Hotel entfernt an der Ecke Powell/Market befindet. Hier decken wir uns mit diversem Infomaterial ein und erstehen unsere 3-Tage-Muni-Passports, mit denen wir freie Fahrt in allen Bussen, Straßenbahnen und Cable-Cars haben. Sie kosten jeweils 18$, aber da jede einzelne Fahrt in der Cable Car schon alleine 5$ kostet, rechnen sich die 18$ auf jeden Fall! Dazu gibt's für 3$ einen Stadtplan mit allen Linien, die wir benutzen dürfen. Die sollte man sich dazu gönnen, um einen besseren Überblick über die Verkehrsmittel zu bekommen.

Und dann steht erstmal Cable Car fahren auf dem Programm. Leider erwartet uns an der Turntable an der Ecke Powell/Market eine lange Schlange. Die wird auch nur langsam kürzer, weil natürlich alle Leute draußen sitzen wollen. Aber wir haben ja Zeit...

Dann ist es soweit! Das erste Mal Cable Car! Einfach beeindruckend! Wir fahren bis Taylor/Bay und spazieren zur Fisherman's Wharf und zu Pier 39. Es ist verdammt warm in der Sonne. Dass es in San Francisco wärmer sein wird als im Death Valley, haben wir uns vorher nicht gedacht...

Ein leckeres Mittagessen mit viel Knoblauch und toller Aussicht gibt's im 'Swiss Louis' an Pier 39.

Danach wird natürlich durch die Pröttelläden gebummelt und natürlich ein T-Shirt für jeden im Hard Rock Café geshoppt. Zu Fuß geht's zu Pier 31, hier gibt's die Karten für Alcatraz. Wir entscheiden uns für die Tour am Sonntag um 10.00, zahlen jeder 26$ und erstehen danach eine eiskalte Sprite, die mehr nach Chlor als nach Sprite schmeckt. Diese spezielle Art von Flavouring gibt's hier leider fast überall, wo Getränke frei ausgeschenkt werden, auch in den "besseren" Restaurants...

Wir fahren mit dem Bus No. 10 bis zur Larkin Street. Am (kleinen) Strand entlang spazieren wir bis Fort Mason, ein ehemaliges Fort der Army mit einem netten Park. Bei Safeway am Marina Blvd. kaufen wir Getränke und schleppen sie zurück bis zur Cable Car Endstation Beach/Hyde. Hier ist leider schon wieder Schlange stehen angesagt. Aber im Licht der untergehenden Sonne taucht die Stadt in ein goldenes Licht und versprüht ihre wunderbare Atmosphäre. Zurück geht's mit der Cable Car durch die Straßen von San Francisco bis zur Endhaltestelle Market Street. Wir gehen zurück ins Hotel, lüften die Schuhe und machen uns frisch. Um 19.30 gibt es Abendessen bei Tad's Steaks. Mal wieder typisch amerikanisch und lecker! Danach bummeln wir noch bis zum Union Square. Der ist durch ein riesiges Zelt belegt. Hier findet am Sonntag der Women's Marathon statt und anscheinend ist hier die Anmeldung, Umkleide usw... Um 22.00 sind wir zurück auf unseren Zimmer, gucken Ami-TV, surfen im Internet und fallen bald mal wieder totmüde ins Bett!

17.10.
gefahrene Meilen: 0
gelaufene Meilen: unzählbar
1 Kommentar:
Ina meinte dazu am 20.10.2008 um 11.56 Uhr:
Wobei Howard ja dieser Tage andere Sorgen hat... Wurde gerade festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt wg. Drogenbesitzes.... Was Eunice wohl dazu sagt????
Freitag, 17.10.2008 - 07:43
Grüße aus San Francisco!
Wir sind gut angekommen und wollen nur mal ein Lebenszeichen von uns geben.
Wir wünschen Euch einen schönen Arbeitstag - wir gehen jetzt ins Bett!

Fotos und Berichte folgen - versprochen!
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Samstag, 18.10.2008
Rauf und runter, kreuz und quer...
18.10.2008
San Francisco

Um 7.30 weckt mich eine SMS von Tim: Der FC führt zur Halbzeit durch ein Tor von Nova mit 1:0. Außerdem spielen sie nur noch gegen 10 Mann. Um 8.00 stehen wir auf, um 8.20 steht es immer noch 1:0 und der FC gewinnt gegen Cottbus! Der Tag fängt gut an!

Heute genehmigen wir uns mal ein Frühstück außer Haus, da uns das Büffet hier wirklich zu üppig ist und wir uns täglich überfressen angesichts der angebotenen Leckereien... (schwärzeste Ironie!!!) Heute verwöhnt uns Tad mal mit einem ordentlicheren Frühstück. Andrea genehmigt sich zwei Spiegeleier und Toast mit Potatoes, die sich als geschnibbelte Pommes herausstellen. Ich verspeise drei leckere Pancakes mit Syrup, der außer süß keinen nennenswerten Geschmack hat. Dass die Pancakes ein wenig die Eigenschaft eines Schwammes haben, hält mich nicht davon ab, das Geschmiere als lecker zu bezeichnen!

Danach gibt's eine kleine Shopping-Tour durch Nordstrom, Bloomingdale´s und GAP. (Für Frauen ist Shoppen ja quasi Pflicht, Frauen sind sicher sowas wie Shophopper, die müssen in jeder größeren Stadt mal geshoppt haben, während wir Männer doch irgendwie eher die Einstellung haben ´in welcher Stadt dieses dämliche Einkaufszentrum steht, ist doch wurst - laaaaaaangweilig bzw boooooooooring´ - oder irre ich mich???) Natürlich geht die zugegebenermaßen kleine Shopping-Tour nicht ohne Erfolg zu Ende: Bei GAP wird ein Schal geshoppt! Sucht erfolgreich befriedigt!

Um 11.30 sind wir auf dem Zimmer zurück, unser W-LAN ist immer noch gestört! Also sch***** auf Skype - wir rufen Thorsten mit dem Handy an und gratulieren zum Geburtstag! (Wir bitten um Honorierung der extra in Kauf genommenen Handy-Gebühren! )

Zu Fuß geht es anschließend die Market Street hinunter. In San Francisco begegnen einem ständig Obdachlose. Ich hatte das vorher in allen Reiseberichten gelesen und mir noch gedacht, ob die jeweiligen Verfasser noch nie in einer Stadt größer als Kürten waren, aber das hier ist wirklich außergewöhnlich. Hier gibt es wirklich unheimlich viele Obdachlose, die Kluft zwischen "Arm" und "Reich" ist hier anscheinend relativ leicht zu überschreiten. Allerdings muss man wirklich sagen, dass keiner dieser wirklich zu bemitleidenden Menschen uns in irgendeiner Weise belästigt oder gar bedroht hätten!

Wir steigen also wie vorher geplant an der Haltestelle Market/Hyde in den Bus No. 19 ein und fahren durch die Straßen von San Francisco. Busfahren an sich ist für mich, der in GL zuletzt (geschätzt) 1987 Bus gefahren ist, ja sowieso immer eher ein Abenteuer. Aber was hier für Figuren mitfahren... unglaublich. Französische Touristen, ein bemalter Clown mit Hund auf dem Arm, Obdachlose mit ihrem Alles-was-ich-habe-Wägelchen, Punks mit Piercings in allen erdenklichen Extremitäten, uralte Chinesen...

Wir fahren bis Polk/Lombard und "klettern" die Lombard Street hoch, bis wir vor der "Crookedest Street" von San Francisco stehen. Die Kurven wurden angelegt, weil die Steigung sonst zu steil gewesen wäre. Obwohl es an manchen Stellen in San Francisco Straßen gibt, die einem auf jeden Fall steiler vorkommen... Wir spazieren die Treppenstufen neben der Straße herunter und erledigen unsere Foto-Session. Weiter geht's bis zur Beach Street, Coffee-Mocha-Pause bei Starbucks. Anschließend geht's mit der Cable Car bis Washington Street.

Wir spazieren durch China Town. Was hier alles in Augen, Ohren und vor allem Nase dringt, ist sehr interessant und wir wundern uns, was man hier alles kaufen und danach essen könnte. Könnte! Denn das meiste hier fällt definitiv unter die Kategorie "Doppeltrausdedich" bzw. in die SWR3-Aktion "Leckel odel nicht leckel?"! Wir schlagen außerdem ein paar "Einladungen" zu bestem chinesischem Essen aus, lassen uns natürlich auch diverse Discounts entgehen und spazieren lieber weiter zur Columbus Street. Diese geht's hinunter Richtung Financial District.

Durch das Embarcadero Center bummeln wir ein wenig, besuchen das Hyatt Regency und bestaunen die Architektur von innen. Von außen absolut unscheinbar und nichtssagend, von innen auf jeden Fall atemberaubender als das Luxor.

Die Cable Car bringt uns anschließend über die California Street bis zur Powell Street. Wir spazieren zu Fuß runter, kaufen bei Wallgreens ein bisschen Gesöff und latschen zum Hotel weiter. Nach einer kleinen Verschnaufpause lassen wir uns vom Valet Parking Service unser Auto bringen und fahren um 16.40 von TomTom geleitet Richtung Sausalito raus aus San Francisco. Es geht in die Marin Headlands, den besten Aussichtspunkt auf die Golden Gate Bridge und San Francisco. Leider ist das Wetter absolut kalt, windig und ungemütlich geworden, so dass die Fotos von hier oben nicht so prickelnd werden. Aber die Aussicht ist heute schon phantastisch! Immerhin liegt die Brücke nicht im Nebel!

Nach der Fotosession geht es nach Sausalito. Das ist wirklich ein nettes Örtchen. Hier haben sich die Besserverdienenden niedergelassen. Schmucke Häuschen, ein netter Hafen mit schmucken Booten, kleine und feine Geschäfte. Um 18.30 genehmigen wir uns ein etwas feineres Abendessen bei Angelino. Italienische Küche, nicht billig, aber sehr gut und sehr lecker! Sogar das Tiramisú, dass wir uns als Dessert genehmigen, kann es mit Heidruns Tiramisú aufnehmen! Lecker!!!

Anschließend geht es satt, zufrieden und müde zurück nach San Francisco. TomTom führt uns wieder zielsicher zum Hotel, sind um 21.00 auf dem Zimmer. Nach ein bisschen Internet und TV geht's bald ins Bett.

Gefahrene Meilen: 28,6 (= 46,0 km)
Verbrauch: 18,2 MPG (= 12,9 Liter/100 km)
durchschn. Geschwindigkeit: 18,8 MPH (= 30,3 km/h)
3 Kommentare:
Tim meinte dazu am 21.10.2008 um 12.59 Uhr:
Das tut mir leid, dass ich dich geweckt habe...
Gut, dass ich erst zur Halbzeit geschrieben hab.
Am Freitag habt ihr ja schon fast Mittag, wenn der FC spielt, da wecke ich keinen - und dann haben wir die drei nächsten Punkte im Sack
Kathrin meinte dazu am 22.10.2008 um 19.14 Uhr:
...so klein ist Kürten gar nicht! Aber Obdachlose gibt es da wirklich so gut wie keine.
Häns meinte dazu am 23.10.2008 um 04.09 Uhr:
@Kahtrin:
Ich wusste, egal welche Stadt ich als Vergleich nehme, es wird sich jemand beschweren...

@Tim:
Mit solchen Nachrichten kannst Du mich IMMER wecken!
Sonntag, 19.10.2008
Alcatraz
Schöne Grüße aus Santa Barbara!
Nachdem unser gestriges Motel in Pacific Grove/Monterey kein W-LAN hatte (aber trotzdem sehr sehr nett war), haben wir einen weiteren Tag Verzug beim Berichten. Es ist also davon auszugehen, dass ich die letzten Tage dann zu Hause tippen werde. Aber das ist ja nicht so schlimm...

Machen wir also weiter, wo wir aufgehört haben...

19.10.2008
San Francisco

Um 7.00 werden wir vom Handy geweckt. Heute mal keine Fußball-Ergebnisse, sondern nur der Wecker. Wir müssen einigermaßen früh raus, haben wir doch Karten für Alcatraz gekauft und müssen deshalb pünktlich bei Pier 31 sein.
Deshalb gibt's nur ein schnelles Hotel-Frühstück (heute gibt's nur Bagels und Muffins, kein Toast) und zwei mitgenommene Muffins für unterwegs. Um 9.15 besteigen wir die Straßenbahn-Linie F Richtung Wharf. Die Straßenbahnen sind hier sehr sehenswert. Unsere heutige Bahn ist aus Italien importiert worden, nachdem sie dort vor einigen Jahren in Mailand außer Betrieb gesetzt wurde. Dementsprechend ist auch alles in italienisch beschriftet. USCITA etc. Sehr witzig. Leider macht die alte Dame irgendwann schlapp und wir müssen kurz vor der Embarcadero Street in eine andere Bahn umsteigen. Diese ist aus Philadelphia und etwas neuer. Deswegen(?) hält sie auch den Weg durch bis zu unserer Haltestelle bei Pier 31.

Hier gibt's schon eine lange Schlange an der Ablegestelle für die Alcatrazboote. Also mal wieder anstellen und warten. Hier geht's aber ganz zügig vorwärts, so dass wir recht pünktlich um 10.00 Uhr ablegen können. Die Fahrt nach Alcatraz dauert nicht lange. Nach der Landung wird die ganze Schiffsladung erstmal von einem Ranger instruiert, dass man z.B. überall hindarf. Nur nicht dahin, wo es verboten ist. Aaaaaso! Außerdem darf man außer Wasser aus der Flasche auf der Insel nichts Essen oder Trinken um die wildlebenden Tiere hier nicht zu stören. Nur am Pier darf gegessen und getrunken werden. (Man beachte: Es hält sich hier jeder daran! Ob das in Deutschland auch so wäre??)

Wir steigen also erstmal den Weg zum Gefängnisgebäude hoch und nehmen dort an der Audio Tour teil. Man bekommt einen Kopfhörer mit Walkman und kann sich dann von einem Sprecher (sogar auf deutsch) den Weg durch das Gebäude erklären lassen. Das ganze läuft wie ein Hörspiel ab und ist unterlegt mit typischen Gefängnisgeräuschen wie lautes Türen schließen, Stimmengewirr, Geschrei usw. Dabei kommen sowohl ehemalige Wärter und Gefangene zu Wort. Das ganze ist sehr informativ, kurzweilig und beeindruckend, weil es sehr authentisch klingt.

Nach dem Rundgang durch das Hauptgebäude gehen wir selbstständig auf Erkundung. Dabei spazieren wir durch die angelegten Gärten, den ehemaligen Freiganghof usw. Interessant ist, dass hier vieles zerfällt und das meiste davon einfach zerfallen gelassen wird. Hier ist eben Naturschutzgebiet. Das, was die Natur sich zurückholt, wird nicht beeinflusst. Einfach konsequent.

Um 13.00 geht's zurück auf's Festland. Von Pier 31 fahren wir mit der Linie F Richtung Market. Zwischendurch ist auf einmal Endstation. Warum, wird uns (und vielen anderen Fahrgästen) nicht ganz klar, aber ein Stück weiter steigen wir dann in einen Ersatzbus, der uns bis Market Ecke Powell St. bringt. Mittagessen gibt es heute im Café Bellini, eine Pizza Margherita, die hier "Original Cheese" heißt, für zwei. Um 14.30 sind wir zurück im Hotel und legen einen Sonntags-Nachmittags-Erholungspause ein.

Abends gibt es dann Dinner in Lori's Diner in der Powell Street. Ein Diner im 50er-Jahre-Stil und absolut leckerem Essen. Burger und Hackbraten! Natürlich muss das mit einem ebenso stilechten Dessert gekrönt werden...

Um 20.30 fahren wir mit der Cable Car nochmal bis zur Wharf, denn wir müssen ja schließlich unsere 3-Day-Passports bis zur letzten Stunde auskosten; morgen sind sie ungültig. Wir machen einen kleinen Spaziergang zur Wharf und wieder zurück zur Cable Car. Auf dem Rückweg zum Hotel kaufen wir wieder mal Getränke im Gedrängel-Geschubse-Wallgreens und sind um 22.00 zurück im Hotel Bijou. Gute N!
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Montag, 20.10.2008
49 Meilen. Ein paar mehr oder weniger...
Heute gibt's Grüße und ein Update aus Newport Beach!
Bei uns weiterhin alles bestens!
Beim anscheinend weniger...

20.10.2008
San Francisco

Heute klingelt uns der Wecker um 8.15 aus dem Schlaf. Nach einem bekannt eher langweiligen Frühstück im Hotel geht's um 11 Uhr vom Hotel aus im Auto los, nachdem uns der Valet-Parking-Service den Wagen vorgefahren hat. Is ja schon ein netter Service, aber wie gesagt, nicht ganz billig.Was soll's...

Heute haben wir uns den 49-Mile-Scenic-Drive ausgeguckt, der in rund 49 Meilen durch San Francisco durch alle sehenswerten Viertel und an allen sehenswerten Bauwerken vorbeiführt. Also fahren wir durch China Town, zum Coit Tower (den wir nicht besteigen, da nur im Aufzug möglich, und Aufzüge, naja, 50% der Reisegruppe nicht so zusagen...), Marina und Fort Mason, Fort Point unterhalb der Golden Gate Bridge. Überall wird natürlich gestoppt und fleißig fotografiert.

Weiter geht die Rundfahrt durch den Golden Gate Park. Hier lässt allerdings die Beschilderung des 49-Mile-Scenic-Drives sehr zu wünschen übrig. Außer uns kurvt noch mindestens ein anderer Wagen etwas verwirrt durch den Park... Aber mit allen uns zur Verfügung stehenden Karten und Reiseführern finden wir wieder auf den richtigen Weg. Der uns an einem McDonalds vorbeiführt. Und natürlich können wir nicht nach Amerika reisen, ohne auch nur einmal bei McDonalds gewesen zu sein. Also ergreifen wir nun die Chance, da sich auch ganz gut Ort und Hunger treffen...

Nach der Stärkung geht's nach Twin Peaks, zwei identischen Hügeln oberhalb der Stadt, von denen sich ein phantastischer Rundblick bietet! Fotos! Die Fahrt führt uns weiter zum Alamo Square (der seltsamerweise nicht am 49-M-S-D liegt, aber wir haben ihn kurzerhand selber eingabaut) und fotografieren die "Painted Ladies", die viktorianischen Häuser, die schon 31.402.302 x fotografiert wurden... Aber sie sind wirklich schön und ein Foto wert!

Nun ist es schon 16.30 und wir machen uns auf, ein weiteres Mal in die Marin Headlands zu fahren. Heute ist das Wetter besser und die Sicht von "Willys Bank" auf die Golden Gate Bridge und die City ist einfach atemberaubend! Hier oben gibts dann viele Fotos und wir bleiben bis kurz vorm Sonnenuntergang. Die Fahrt geht weiter durch die Marin Headlands bis zum Fort Alexander. Der ganze Gebirgszug ist durchzogen von ehemaligen Militärstellungen. Scheint ein taktisch wichtiger Punkt gewesen zu sein...

Zurück nach San Francisco. Wir haben von einer guten Pizzeria im Reiseführer gelesen. Laut Reiseführer liegt sie in der Nähe der Wharf. Also nichts wie hin, wir finden sogar einen guten Parkplatz, füttern die Parkuhr, suchen die Pizzeria... Nur da, wo die Pizzeria sein soll, ist nur ein eher unansehnlicher Gewerbekomplex mit Hinterhöfen... Danke, Reiseführer! Hoffentlich haben wir wenigstens jemanden mit der gefütterten Parkuhr glücklich gemacht...

Also wieder ins Auto und zurück zum Hotel. Und da es am Weg liegt, nehmen wir um 19.00 die berühmten Kurven der Lombard Street mit. Sehr lustig! Um 19.30 sind wir im Hotel zurück und gehen zu Fuß in die Powell Street, wo uns das Cafe Bellini leckere Pizza serviert. Wir spazieren die Powell Street noch ein bisschen hoch und runter, quetschen uns mal wieder durch den Wallgreens und erstehen div. Liter Getränke und huschen ins Hotel. Das Bett ruft - incl. TV mit Monk im Original.

Das war der letzte San-Francisco-Tag.
Morgen geht's weiter nach Monterey!

Gefahrene Meilen: 76,7 (= 123,44 km)
Verbrauch: 13,4 MPG (= 17,6 Liter/100 km)
durchschn. Geschwindigkeit: 12,9 MPH (= 20,8 km/h)
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Dienstag, 21.10.2008
Goodbye, San Francisco! Hello, Highway 1!
Wir sind inzwischen in Palm Springs angekommen!
Hier ist es heute ordentlich heiß gewesen, so um die 32°C!

21.10.2008
San Francisco -> Monterey/Pacific Grove
Heute heißt es nach dem Aufstehen und dem mal wieder eher spartanischen Frühstück: Taschen packen! Es zeigt sich, dass wir dringend noch eine neue Reisetasche shoppen müssen, denn unser Kram ist ein wenig angewachsen. Oder wir lassen einfach ein paar olle Sachen in Amerika...

Wir verlassen um 11.20 das Hotel Bijou. Das ist ein wirklich sehr nettes Stadthotel mit freundlichem Personal. Das Frühstück ist eher mittel, aber halt US-Standard. Es geht mal wieder - und zum letzten Mal - durch die Straßen von San Francisco. Bis zur Pazifikküste, wo wir auf den Highway #1 einbiegen. Dieser wird uns nun etwas länger begleiten. Um kurz vor zwölf halten wir am Strand und wollen uns mit Blick auf's Meer ein paar gekaufte Cinnamon Rolls schmecken lassen. Aber da Möwen und Tauben anscheinend auch das Knistern von Cinnamon Rolls-Verpackung erkennen können, sind wir gezwungen unseren Snack ins Innere unseres Autos zu verlegen. Die Vögel ziehen wieder ab. Gott sei Dank. Gedanken an Hitchcock wurden kurzzeitig wach...

Nach dem "Genuss" der Cinnamon Rolls (diese waren nicht so toll) geht es den Highway #1 weiter Richtung Süden. Bei Pigeon Point gibt es einen sehr schönen Leuchtturm, der uns einen Besuch und ein paar Fotos wert ist.

Auf dem weiteren Weg passieren wir diverse Farmen und Farmers Markets, die nun Ende Oktober vor allem eins verkaufen: Kürbisse! Man fragt sich, was mit den Tausenden von Pumpkins nach Halloween passiert?? Wird daraus Pumpkinpie? Pumpkinmarmelade? Pumpkinjuice???

Da wir in Las Vegas ja leider beim Shoppen etwas unter Zeitdruck standen, wollen wir die verlorene Shoppingzeit ausgleichen. Wir verlassen den Highway #1 und machen einen Abstecher nach Gilroy. Die dortigen Outlet Shops finden wir nach einer kleinen Irrfahrt dann auch. Hier wird nochmal ausgiebig bei Tommy geshoppt und der Converse-Shop erfreut sich auch unseres Business. Natürlich darf auch Starbucks nicht unbesucht bleiben. Heute aber nur to go, denn wir müssen uns, da es schon 18 Uhr ist, mal bald Richtung Monterey aufmachen. Über den Highway #101 kommen wir relativ schnell dorthin. Allerdings kommen wir im Dunkeln an, sodass wir unser TomTom anwerfen, was uns sicher und komfortabel zu unserem Motel "Sunset Inn" in Pacific Grove leitet. Ein sehr nettes Motel mit einer netten Chefin, die gerade in Gastraum 101 untergekommen ist. "They're painting my office..." Naja, muss auch mal sein. Die Dame ist sehr nett, erklärt uns wie der Kamin() funktioniert (nämlich mit Gas, wir brauchen kein Holz...) und wünscht uns einen schönen Aufenthalt!

Das Zimmer ist sehr nett, mit schönem Bett, besagtem Fireplace und Riesen-LCD-Fernseher mit geschätzten 2731 Kanälen. Habe sie nicht gezählt, bin mit dem durchzappen nicht fertig geworden, da wir irgendwann auch noch was essen wollten...

Das gibt's heute in Carrow's Restaurant. Auch eine Kette, natürlich typisch amerikanisch. Mein MileHigh Roastbeef Sandwich ist allerdings auch wieder eher mittel... Andrea's Burger ist allerdings lecker.

Hier gehts dann mal ohne Dessert wieder zurück ins Auto, das uns zurück ins Motel bringt. Gute Nacht!

Gefahrene Meilen: 185,5 (= 298,5 km)
Verbrauch: 25,5 MPG (= 9,2 l/100 km)
durchschn. Geschindigkeit: 32,0 MPH (= 51,5 km/h)
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Mittwoch, 22.10.2008
Die Küstenstraße der Küstenstraßen
22.10.2008
Highway 1: Monterey -> Santa Barbara

Heute steht der Highway 1 auf unserem Programm. Deshalb verlassen wir das schmucke Motelzimmer bereits um 8.30. Allerdings auch ohne Frühstück, denn das gibts hier wieder nur als Continental Version. Würde mal wieder Toast, evtl. Bagel, Kaffee heißen. Uns steht der Sinn nach einem "richtigen" Frühstück. Und bei Denny's in Monterey gibt es dann wirklich ein richtiges... Pancakes, Scrambeled Eggs, Toasts, Sunny Side Up, Buttermilk Biscuit, Hash Browns, dazu Coffee ohne Ende. DAS nennt man hier Frühstück und wir essen definitiv nicht alles auf! Uff! Ist das viel! Heute gibts kein Mittagessen...

Nachdem wir dann noch volltanken, können wir um 10.30 endlich Monterey verlassen. Und zwar über den 17-Mile-Drive. Ein privat betrieber Scenic Drive, der zwischen villenbestandenen Grundstücken, Golfplätzen und der schönen Pazifikküste durchführt. Außerdem bekommt man nur hier die berühmte Lone Cypress aufs Bild. Leider ist der Morgen die falsche Zeit, licht-technisch. Aber das Bild ist sehr kontrastreich und wird von mir trotzdem als gelungen bezeichnet.

Nach dem 17-Mile-Drive fahren wir durch Carmel, und zwar weiter am Strand entlang. Hier haben sich offensichtlich auch die Besserverdienenden niedergelassen. Die Häuser und Villen entlang der Küste können sich sehen lassen. Auffallend ist allerdings auch, wieviele hier zum Verkauf stehen... Ob das mit der Immobilien- und Finanzkrise zusammenhängt?

Um 11.45 sind wir wieder auf dem Highway 1 und weiter geht's - immer die Küste runter, mit tollen Aussichten auf den Pazifik, mit tollen Kurven, wenig Verkehr und diversen schönen Aussichtspunkten.

Nachdem wir an Big Sur vorbei sind, fallen uns die Wolken auf, die sich plötzlich auftürmen. Und ein Flugzeug fällt auf, dass die Küste entlang fliegt. Ein paar Kurven weiter wird uns dann klar, was die Wolken zu bedeuten haben. Waldbrände!
Kurz vor Lucia schlagen die Flammen aus den Büschen und produzieren eine beeindruckende Qualmwolke. Beängstigend und erschreckend! Wir kommen an etlichen Feuerwehrfahrzeugen vorbei und können die Küstenstraße ansonsten unbehindert weiter befahren.

Nachdem wir auch an Gorda vorbei sind, bietet sich uns im Rückspiegel dieser Anblick. Beim Fotostopp fragen uns entgegenkommende, ob der Highway offen wäre. Ich bejahe und stimme dem Herrn zu, dass das sehr erschrenkend aussieht. "Looks like a nuclear bomb!" Naja, man muss ja nicht übertreiben...

Um 15.00 sind wir in San Simeon und über uns liegt Hearst Castle auf dem Berg. Die Position alleine sieht schon beeindruckend aus. Besichtigen werden wir es nicht. Erstens habe ich in einem Reiseführer gelesen, dass man nur näher heran kommt, wenn man eine Führung bucht, und zweitens haben wir für den Abstecher leider keine Zeit. Wir waren mit der Vorplanung leider etwas sehr optimistisch. Aber nun ist Santa Barbara gebucht und schon bezahlt, die Dollars wollen wir nicht einfach so in den Wind schreiben.

Also geht des den Pacific Coast Highway weiter - über Cayucos, Morro Bay und San Luis Obispo. Weiter geht es ab hier über den Highway 101 bis Buellton. Und von hier machen wir einen kleinen Abstecher nach Solvang.

Ein dänisches Dorf, von dänischen Einwanderern gegründet und inzwischen touristen-tauglich erweitert. Ein sehr seltsamer Ort, sehr europäische Bauwerke - mitten in Kalifornien. Hier gibt's für uns einen leckeren Kaffee in einem kleinen Café, das anscheinend ein Mekka für Radsportler ist - jedenfalls war auch Lance Armstrong schon hier. Auch seine gelben Armbänder werden hier verkauft.

Von Solvang aus geht es durch's Hinterland über die CA-154 nach Santa Barbara. Hier checken wir um 18.30 im Ramada ein. Zum Abendessen nach Downtown (bzw. an den Strand) Santa Barbara brechen wir eine Stunde später auf und bekommen in Eladio's Restaurant wirklich erstklassige Pasta serviert! Eine Wohltat nach den ganzen Burgern, Sandwiches, Pancakes usw... Dafür muss zum Nachtisch ein Brownie mit Vanilleeis, Caramelsauce und Sahne dran glauben...

Heute geht's mal wieder mit vollem Bauch ins Bett...

Gefahrene Meilen: 271,3 (= 436,6 km)
Verbrauch: 26,5 MPG (= 8,9 l/100 km)
durchschn. Geschwindigkeit: 36,2 MPH (= 58,3 km/h)
Keine Kommentare vorhanden!
Donnerstag, 23.10.2008
L.A. ist keine Stadt. L.A. ist ein riesiges Irgendwas...
Diesmal gibt es Grüße aus Prescott in Arizona. Unsere ursprüngliche Planung, nach Phoenix bzw. Scottsdale zu fahren und dort zu übernachten, haben wir geändert. Morgen geht es aber wie geplant nach Tusayan zum Grand Canyon.

23.10.2008
Santa Barbara -> Los Angeles
Um 7.15 klingelt uns der Wecker aus dem (so finden wir) verdienten Schlaf. Um 8.15 gibt es Frühstück, mal wieder Bagels, Toast, "Teilchen", Kaffee. Eine weitere Stunde später, 9.15, geht es dann auf die CA-101 Richtung Downtown Santa Barbara. Wir wollen uns die Stadt wenigstens noch ein bisschen ansehen, bevor wir uns in Richtung Los Angeles aufmachen. Wir nehmen uns die Zeit, auch um der Rush Hour in LA zu entgehen. Also machen wir einen Abstecher zur Mission von Santa Barbara und folgen von dort aus dem Scenic Drive durch die Stadt. Auch hier finden sich wieder diverse Häuser und Villen, die nicht billig aussehen. Und auch hier fallen die vielen Verkaufsschilder auf.

Wir fahren wieder auf die CA-101 und begeben uns in Richtung Greater L.A. Um 11.20 wechseln wir bei Oxnard (Die Mangofarm in der Erdbebenspalte haben wir nicht gesehen...) wieder auf die CA-1. Am Toponga Beach bei Malibu machen wir eine kleine Pause am Strand und genießen die Aussicht. Leider haben wir keine Strandklamotten dabei, sodass wir mit einer Bank im Schatten vorlieb nehmen. Aufgrund meiner Sonnenallergie bin ich dadrüber aber auch nicht so wirklich traurig...

Weiter geht's... Bis der nächste Vons unseren Weg kreuzt. Hier erstehen wir mal wieder Getränke, Obst und ein riesiges Sandwich. Das genehmigen wir uns eine gute halbe Stunde später, als wir endlich ein nettes Plätzchen gefunden haben. Nämlich in Santa Monica in Strandnähe, mit Bank, Tisch und Meerblick. Traumhaft. Da schmeckt das Sandwich gleich doppelt gut!

Um 14.45 fahren wir auf die Interstate 10 auf. Sehr viel Verkehr, sehr viele Spuren, aber mit vereintem Schilderlesen und möglichst schnell reagieren und in die richtige Spur einordnen und Dank dem guten Google Maps-Ausdruck finden wir den Weg zum Hotel erstaunlich gut! Wir kommen um 15.15 am Hotel Figueroa in der Figueroa Street an. (Das "u" in Figueroa spricht man nicht... )

Von außen sieht das, naja, sagen wir mal... schäbig aus und ich mache mir so meine Gedanken. Außerdem ist auf den Wänden der drei Flügel Werbung für den Film "Tropic Thunder" - das lässt das Hotel irgendwie sehr martialisch wirken... Aber dann treten wir in die Eingangshalle - Wow! In Alt-Mexikanischem Stil mit arabischen Einflüssen, alles dunkel gehalten, das versprüht echt ein besonderes Flair. Ich bin beeindruckt. Mal wieder ein Beweis dafür, dass man sich nicht vom Äußeren beeinflussen lassen sollte. Das Zimmer ist in Ordnung, liegt allerdings im 10. Stock. Und das bedeutet Aufzugfahren, was ja - wie bereits erwähnt - nicht das Hobby aller Mitreisenden ist. Aber Augen zu und durch - und die Aufzüge machen wenigstens einen vernünftigen Eindruck. Und vom Zimmer aus haben wir einen tollen Ausblick über L.A. - inklusive Hollywood-Schriftzug in weiter Ferne! Cool!

Nach dem Check-In geht's zurück ins Auto und erstmal durch Downtown L.A. Wir sind quasi im Financial District untergebracht mit all seinen Hochhäusern. Sehr imposant!
Wir fahren die ganze Figueroa Street hoch bis zum Sunset Blvd. und den meilenweit durch bis Beverly Hills. Das Viertel muss man doch mal gesehen haben. Leider sehen wir keinen Promi - und von den entsprechenden Häusern sieht man auch nicht viel, hohe Mauern und Hecken stehen dem im Wege.

Leider ist der Verkehr sehr ätzend. Und da wir nicht mehr wirklich wissen, wie wir weiterkommen, schmeißen wir unser TomTom mal wieder an. Ziel Hollywood Blvd. Dort kommen wir nach viel Geschleiche durch die Rush Hour um 18.15 an und finden sogar eine freie Parklücke am Straßenrand. Schon sind wir auf dem Walk of Fame. Und die Blicke gehen gezwungener Maßen eher auf die Sterne im Boden als auf alles andere. Und ehrlich - die Mehrheit der Promis kennen wir nicht. Es sind halt auch sehr viele Fernsehpromis aus den USA dabei, die in Europa nie ankamen. Aber ein paar bekannte Namen finden wir natürlich!

Wir spazieren den Hollywood Blvd. runter und rauf, spazieren durch einen riesigen Pröttelladen, weichen ein paar fiesen Halloween-Monstern vorm Kodak Theatre aus, die die Leute erschrecken, betrachten die Hände und Füße der Prominenten vor Mann's Chinese Theatre und stehen ein paar Minuten an einem roten Teppich. Hier gibt es einen kleinen Medienauflauf und wir fragen uns wohl, wer hier so erwartet wird. Wir warten ein paar Minuten und beobachten den ein oder anderen Ankommenden, kennen aber niemanden... Sicher wieder USA-interne Promis, denn für irgendwelche internationale Topstars ist der Medienauflauf auch wahrscheinlich zu klein.

Abendessen gibt es dann um die Ecke in Mel's Drive In. Original 50's mit Jukebox am Tisch und leckerem Burger. Um 20.45 geht's wieder in Richtung Financial District. Und Dank Andrea's Orientierungssinn () finden wir auch tatsächlich ohne TomTom zurück. Ich hätte mich heillos in Hollywood verfahren...


Gefahrene Meilen: 185,9 (= 299,2 km)
Verbrauch: 21,3 MPG (= 11,0 l/100 km)
durchschn. Geschwindigkeit: 23,7 MPH (= 38,1 km/h)
Keine Kommentare vorhanden!
Freitag, 24.10.2008
Orange County, here we come!
Wir sind am Grand Canyon angekommen!
Schöne Grüße!

24.10.2008
Los Angeles -> Newport Beach
Und mal wieder heißt es (relativ) früh aufstehen. Im Hotel gibt's noch ein ganz gutes Frühstück, dann geht es um 9.00 los. Und zwar nochmal in Richtung Hollywood. Denn schließlich muss das Hollywood-Sign noch standesgemäß auf den Chip gebannt werden.
Also fahren wir so ähnlich wie gestern abend nochmal die gleichen Straßen ab. Allerdings herrscht weniger Verkehr. Um 9.50 sind wir wieder am Hollywood Blvd. und bummeln noch durch ein paar Souvenirläden.

Dann versuchen wir, dem Hollywood-Sign etwas näher zu kommen. Doch das ist ohne Ortskenntnis nicht so einfach. Wir fahren in die Hollywood Hills Richtung Observatorium, und haben schließlich zwar auch eine Sicht auf den berühmten Schriftzug, aber nicht so nahe, wie ich eigentlich wollte... Aber die Aussicht über das Moloch von L.A. von hier oben entschädigt. Was für eine riesige Stadt!

Weitersuchen nach einem anderen Weg durch die Hills haben wir dann auch nicht, so dass wir uns auf den Weg in Richtung Long Beach machen. Das klappt über die Freeways mal wieder ganz gut. Allerdings ist das Fahren auf einer 6-spurigen Autobahn immer noch gewöhnungsbedürftig. Und man lernt die Autobahnen in Deutschland schätzen. Erstmal wegen der Beschilderung. Die habe ich ja schon erwähnt. Aber auch die Straßenqualität an sich ist hier einfach grausig. Schlaglöcher, Spurrillen, es rappelt hier und rappelt da. Kein Wunder, dass hier 65 MPH (=104 km/h) das höchste der Gefühle ist...

Schließlich kommen wir um 12.20 in Long Beach an. Und zwar an der Queen Mary. Dieses imposante Kreuzfahrtschiff (größer als die Titanic) liegt hier seit einigen Jahren vor Anker und beherbergt Restaurants, ein Hotel und ein Museum. Wir entscheiden uns zur Self-Guided Tour, die schon nicht so wirklich günstig ist, und erkunden das Schiff auf eigene Faust. Wir sehen uns Promenaden-, Sport- und Sonnendeck an. Seltsamerweise haben alle angebotenen Restaurants für die "normalen" Touris geschlossen. Die teureren Restaurants mit Dresscode anscheinend nicht. Und auch ansonsten müssen wir nach dem Besuch konstatieren: Wir hatten uns mehr versprochen. So ist das Innere des Schiffes sehr vom Hotel in Beschlag genommen. Ehemalige Salons sind Banketträume, eine normale Schiffskabine kann man sich nicht anschauen und auch ansonsten ist sehr wenig im originalen Kreuzfahrtschiff-Zustand. Schade!

Um 14.00 sind wir zurück am Auto und steuern mal wieder einen Vons an, bei dem wir uns mit einem Mittagssnack eindecken. Sandwiches und Obst gibt es dann ein ganzes Stück die CA-1 runter, am Strand von Huntington Beach. Wirklich tolle Aussicht! (Kleiner Einwurf am Rande: Der Klinsi hat jetzt schon keine Lust mehr in München, der will wieder hierhin zurück! )

Weiter geht's den Pacific Coast Highway nach Newport Beach, wo sich die Schönen, Reichen und ganz schön Reichen niedergelassen haben. Unser "Newport Beachwalk Hotel" liegt direkt am Strand und ist genauso schnuckelig, wie wir es uns vorgestellt haben. Einfach nett!! Wir checken ein und packen das Auto aus und sind um 17.00 am Strand, spazieren mit nackten Füßen durch Sand und Wasser (kalt!) und gucken dann den Surfern bei ihrem Kunststücken zu. Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang am Strand - dann wirds auch langsam was frisch - der Pazifikwind kühlt ganz gut ab. Um 18.30 sind wir wieder im Hotel, entsanden uns und fläzen auf dem Bett bei amerikanischem TV. Wir checken die lokalen Nahrungsangebote und entscheiden uns für "The Old Spaghetti Factory", wo wir um 19.45 der Nahrungsaufnahme entgegenstreben. Hier gibt es wirklich leckere Pasta und zwei leckere Budweiser für Hans. Denn wir sind ausnahmsweise mal zu Fuß unterwegs... Um 21.30 geht's zurück ins Hotel!

Gefahrene Meilen: 88,5 (= 142,4 km)
Verbrauch: 20,8 MPG (= 11,3 l/100 km)
durchschn. Geschwindigkeit: 21,3 MPH (= 34,3 km/h)
Keine Kommentare vorhanden!
Samstag, 25.10.2008
Eine Fahrt mit Zwischen- und anderen Fällen...
25.10.2008
Newport Beach -> Palm Springs

Der Tag fängt ganz normal an...

Obwohl das Hotel wirklich sehr schön ist - das Frühstück kann da leider nicht mithalten und ist eher langweilig. Aber natürlich gibt's Bagels mit Creamcheese. Hat Sandy Cohen auch immer gefrühstückt, also ist das hier in Newport Beach natürlich standesgemäß.

Nach dem Frühstück wird noch bei Sabine angerufen und zum Geburtstag gratuliert, dann werden ein paar Postkarten geschrieben und schließlich checken wir um 9.30 aus. Dann gibt's noch einen kleinen Besuch am Strand bzw. auf der Balboa Pier. Hier genießen wir nochmal den Pazifik, die Wellen, den Strand und die Sonne. Es fällt sehr schwer, sich endlich irgendwann loszureißen.

Dann gibt es einen Kaffee von Starbucks und ein paar Briefmarken von der Post, die auf ein paar Postkarten direkt gen Deutschland starten. Wir starten um 10.45 von Newport Beach auf der CA-1 in südliche Richtung bis Dana Point. Hier heißt es "Tschöö, Highway #1, Tschöö, Strand, Tschöö, Pazifik..." Das war wirklich schön hier!

Weiter geht es über die CA-74 und CA-79 durch die Berge, am Lake Elsinore vorbei und durch Perris und Hemet. Leider müssen wir auf der Fahrt diverse Zwischenstopps einlegen. Andrea bekommt plötzlich Bauchschmerzen und muss wegen der schlimmer werdenden Beschwerden bei verschiedenen Fast-Food-Restaurants die Restrooms besuchen. Wir wollen an dieser Stelle nicht auf Einzelheiten der Krankheit eingehen, aber verständlicher Weise ist Autofahren nicht das angenehmste, wenn einem in regelmäßigen Abständen ein Klo ganz recht wäre...

Wir hatten eigentlich eine Fahrt durch den "Yoshua Tree National Park" eingeplant. Dieser wurde nun spontan gecancelt und direkt Palm Springs angesteuert. Über die I-10 und die CA-111 erreichen wir unser Motel, das "Best Western Inn at Palm Springs" um 15.10. Hier ist dann Bettruhe angesagt. Und hier ist auch wenigstens eine Toilette in kurzer Distanz zu finden...

Der Tag geht damit zu Ende, dass Hans durch das inzwischen dunkle Palm Springs fährt, um einen Supermarkt zu finden, dass er seiner kranken Frau Kamillentee kaufe... Leider leider ist im Umkreis von rund 5 Meilen kein Supermarkt Marke Vons, Safeway, Walmart etc. zu finden, die sonst an jeder Ecke stehen. Aber in einem kleinen 7-Eleven gibts dann in der Frühstücksecke einzelne Teebeutel, die zwar nicht nach Kamille schmecken, aber immerhin von der netten Dame an der Kasse kostenlos mitgegeben werden... Mit einem Quarter-Pounder-Meal vom Mäckes wird Hans Hunger gestillt. Und um 23.00 gehts dann auch für Hans ins Bett.

Auf dass eine ruhige Nacht mit tiefem Schlaf die Beschwerden bessern...

Gefahrene Meilen: 149,2 (= 240,1 km)
Verbrauch: 24,6 MPG (= 9,6 l/100 km)
durchschn. Geschwindigkeit: 33,0 MPH (= 53,1 km/h)
Keine Kommentare vorhanden!
Sonntag, 26.10.2008
Eine ganz lange Weile gerade Straßen...
26.10.2008
Palm Springs -> Prescott

Um halb neun geht's aus dem Bett. Andrea geht es immer noch nicht gut. Geschlafen haben wir beide nicht besonders. Das lag zum einen an ständigen, sich abwechselnden Geräuschpegeln von Kühlschrank und div. Klimaanlagen der Nebenzimmer. Zum anderen lag es an irgendwelchen besoffenen amerikanischen Jugendlichen, die zweimal mitten in der Nacht auf dem Flur Randale machen... Dementsprechend unfit sind wir beide an diesem Morgen...

Frühstück gibt's hier auch, ist aber mal wieder nicht der Rede wert. Immerhin sitzen wir draußen am Pool, das ist ganz nett. Und für Andrea gibt es nur einen Tee und ein bisschen Banane. Um 10.00 wird ausgecheckt, es folgt ein kurzer Stopp bei Walmart (Taataaa, gibts in Palm Springs doch, nur leider nicht in der Ecke, in der Hans am Vorabend rumgurkte...), hier finden wir sogar echte Salzstangen (von "Snyders from Hanover") und Kamillentee. Der hilft zwar im Auto nix, aber irgendwann später...

Dann geht es auf die Interstate 10 East. 140 Meilen fast geradeaus durch fast nichts. Grausam und langweilig, ätzend und nervend. Irgendwann heißt es "Welcome to Arizona". Direkt dürfen wir mal schneller fahren (75 MPH) und die Motorradfahrer dürfen hier ohne Helm rumcruisen... Irgendwann haben wir sogar diese 140 Meilen geschafft, und wir dürfen auf normalen Highways weiterfahren. Die sind fast genauso öde und schnurgerade, aber immerhin kommt ab und zu mal ein Ort vorbei... Andrea verschläft übrigens das Meiste der Fahrt auf dem Rücksitz. Aber Hans findet den Weg auch alleine. Über die US-60, AZ-71 und AZ-89 kommen wir um 15.30 in Prescott an. Bei Safeway werden noch schnell ein paar Getränke geshoppt und Hans bekommt einen Caffe Mocha bei Starbucks, bei dem der verpeilte "Barista" leider den Mocha-Zusatz vergisst... Idiot...

Um kurz nach vier kommen wir am Holiday Inn Express an. Das Hotel ist relativ neu und sehr sauber und schön. Auf dem Zimmer gibt's direkt mal Kamillentee für Andrea und TV und Internet für uns beide. Gott sei Dank geht's ihr langsam besser!

Heute gehen wir sogar zusammen zum Dinner, und zwar ins "Olive Tree". Andrea schafft zwar nur ein paar Blättchen grünen Salat und ein paar Nudeln ohne Sauce, aber das ist ja schon was. Und Hans schafft die "Tour of Italy" nicht bis zum Ziel...

Wir fahren zurück ins Hotel - und damit ist auch dieser Tag beendet.

Gefahrene Meilen: 282,9 (= 455,3 km)
Verbrauch: 27,9 MPG (= 8,4 l/100 km)
durchschn. Geschwindigkeit: 49,8 MPH (= 80,1 km/h)
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Montag, 27.10.2008
Oger haben Schichten! Berge auch!
27.10.2008
Prescott -> Tusayan/Grand Canyon

Heute gibt's für ein Holiday Inn Express mal ein ausgesprochen ausführliches Frühstück. Nicht nur leckere Bagels und Toast, auch Rührei und Speck, Obst und Joghurt gibts hier. Und der Kaffee schmeckt auch! Sehr ordentlich! Und zum Nachtisch wandert eine frisch angewärmte Cinnamon Roll mit aufs Zimmer. Andrea labt sich an Kamillentee und isst ein Toast. Ihr gehts inzwischen wieder fast "normal", so dass der Weiterfahrt heute nichts im Wege steht.

Wir packen mal wieder unseren Kram zusammen, checken aus und sind dann um 10.30 erstmal bei Walmart, um Getränke zu kaufen. Über die AZ-89A geht es dann mit absolut tollen Ausblicken und toller Bergstrecke nach Jerome. Ein kleines Städtchen, dass vom Kupferabbau lebt. Hier stöbern wir durch diverse nette Souvenirläden und Pröttelshops. Die Fahrt geht weiter mit einigen Fotostopps an sehenswerten Punkten vorbei, mit einem Abstecher zum Red Rock Canyon State Park bis nach Sedona. Die Fahrt über begleiten uns rechts und links der Straße tolle Gesteinsformationen in allen Farbschattierungen von weiß über grau und rot bis braun. Toll!

Oberhalb von Sedona liegt der Flugplatz. Von hier aus hat man eine grandiose Aussicht über den Ort und die Berge um ihn herum, von denen der eine roter strahlt als der andere. Hier sind dann auch wieder diverse Fotos fällig...

Es geht wieder runter nach Sedona und in den Tlaquepaque-Market. Eine Souvenir-Laden-Ansammlung in netter Aufmachung. Leider sind wir nicht die richtige Zielgruppe für extravagante Kunstobjekte oder ausgefallene Mode... Also geht es weiter über die AZ-89A. Bis nach Flagstaff. Hier gibt es zwei Nachmittags-Double-Cheeseburger (der einfache wird hier nur im Happy Meal angeboten...) vom Mäckes für den Hans. Es geht weiter durch Flagstaff und über die US-180 durch viel Nichts und die AZ-64 durch genauso Wenig bis Tusayan. Hier checken wir im ersten Hotel des Ortes ein, dem "Best Western Grand Canyon Squire Inn". An dieser Stelle sei allerdings bemerkt, dass es sich bei der Umschreibung "erstes Hotel des Ortes" um eine rein geographische Angabe handelt!!!

Nach unserem Check-In dort um 17.40 und einer kurzen Zimmerbegutachtung wissen wir: Hier mufft's! Und zwar ordentlich. Aus Umweltschutzgründen wird für die Toilette aufbereitetes Schmutzwasser benutzt. Das sieht zwar - Gott sei Dank - sauber aus, stinkt aber gewaltig, und zwar vor allem nach Chlor. Zu ertragen ist das übrigens nur, wenn man die Badezimmertüre immer zu lässt (was dem Zimmermädchen anscheinend egal war) und im Badezimmer ständig die Lüftung laufen lässt. Umweltschonend halt!

Wir fahren direkt in Richtung Grand Canyon National Park. Aber wir sind zu spät - die Sonne ist schon untergegangen! Also machen wir wieder kehrt und fahren zurück nach Tusayan. Dort statten wir dem National Geographic Visitor Center einen Besuch ab (der sich eher National Geographic Pröttel Shop nennen sollte) und gönnen uns den "Grand Canyon Movie" im IMAX-Kino. Der war sehenswert - und mit der Riesenleinwand auch sehr mitreißend!!

Um 19.15 gibt es Abendessen im "Spaghetti Western". Von außen und innen optisch ein ganz nettes Lokal, die angeblich "Great Italian Food" anbieten. Leider habe ich erst danach ein paar Bewertungen im Netz gelesen, aber die waren alle richtig. Wer Interesse hat: Hier klicken!
Jedenfalls waren die Nudeln eine geschmacklose Pampe und eklig. Dafür war es sauteuer. Das nennt sich wohl Touristenabzocke!

Um 20.00 sind wir in unserem Chlorzimmer, surfen im Internet, gucken TV und gehen bald ins Bettchen.

Gefahrene Meilen: 192,7 (= 310,1 km)
Verbrauch: 26,7 MPG (= 8,8 l/100 km)
durchschn. Geschwindigkeit: 36,1 MPH (= 58,1 km/h)
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Dienstag, 28.10.2008
Tiefe Eindrücke
28.10.2008
Grand Canyon

Heute ist mal ein "etwas" früheres Aufstehen angesagt. Man ist ja nicht jeden Tag am Grand Canyon - und da will man sich natürlich den Sonnenaufgang nicht entgehen lassen. Also klingelt uns der Wecker heute mal um 5.45 aus den Federn. Relativ flott geht's ins Auto und auf in den Nationalpark. Die Sonne ist zwar noch nicht aufgegangen, aber die Morgendämmerung verbreitet ein tolles Licht! Da fällt es auch kaum auf, dass es mit 2°C eher saukalt ist... Um 6.30 stehen wir am Grandview Point und genießen die Eindrücke. Um 6.49 lugt die Sonne über den Canyonrand. Toll! Grandios! Der Canyon präsentiert uns seine komplette Farbvielfalt und uns wird klar, warum er zu einem der Naturwunder gehört. Beeindruckend, was die Natur hier über Jahrmillionen geschaffen hat!
Wir bleiben noch eine Weile am Grandview Point, genießen den heller werdenden Tag, schießen diverse Fotos und erfreuen uns mit ein paar anderen Touristen an diesem Sonnenaufgang.

Um 7.30 geht es mit dem Auto wieder zurück nach Tusayan ins Motel. Um 8.15 gibt es heute Frühstück Marke Massenabfertigung. Deswegen auch nicht so wirklich toll. Es gibt zwar Pancakes, aber die gehören leider zur schlechteren Sorte. Wir verziehen uns aufs Zimmer und verbringen die nächsten Stunden mit ein bisschen TV und nachschlafen. Schließlich sind wir wirklich früh aufgestanden und die letzten Tage waren ja auch nicht wirklich unanstrengend.

Um 12.00 ist wieder Abfahrt. Nach einem kleinen Mittagssnack im ortsansässigen landestypischen Restaurant mit den "Golden Arches" gibt es einen kleinen Einkauf im General Store. Schließlich soll es heute noch ein paar leckere Cinnamon Rolls und Cookies im Park geben. Und zu wenig trinken soll man ja auf jeden Fall auch vermeiden.

Vor der Einfahrt zum Park gibt's einen Fotostop am Grand-Canyon-Schild. Um 13.50 sind wir am Visitor Center und informieren uns über die Besonderheiten der Schlucht. Das meiste wussten wir natürlich eh schon aus dem Reiseführer...
Danach spazieren wir den Rim Trail entlang, auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen. Aber hier ist eindeutig zu viel los. Allerdings haben wir auch nicht allzu viel Zeit für einen ausführlichen Spaziergang entlang der Kante. Also machen wir nur eine kurze Pause mit Cookies und was zu trinken. Um 15.40 fahren wir mit unserem Chevy weiter Richtung Ostausfahrt, mit Fotostopps am Moran Point und Lipan Point. Um 16.45 sind wir bei Desert View. Denn hier wollen wir uns den Sonnenuntergang nicht entgehen lassen. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang am Grand Canyon an einem Tag - das hat auch noch nicht jeder erlebt...

Da noch etwas Zeit ist, schnickern wir noch durch den Gift Shop im Watchtower und kaufen noch ein paar Kleinigkeiten. Danach heißt es wieder warten. Mit uns warten einige andere Touristen (seltsamerweise sind hier nur Tschechen, Polen und Russen - jedenfalls soweit wie ich das sprachtechnisch einordne...) auf den Sonnenuntergang. Um 17.33 ist es soweit: Die Sonne verschwindet langsam hinter dem Horizont und taucht den Canyon, die Felswände, den Watchtower und die Touristen in ein tolles Licht!

Schlagartig wird es kühler - und genauso schlagartig verschwinden auch die Touristen wieder. Auch wir machen uns bald vom Acker und verabschieden uns vom Granc Canyon - das waren wirklich tolle Eindrücke!

Auf der Rückfahrt dann noch ein kleiner Schreck - ein Hirsch steht mitten auf der Straße! Aber er zieht gemütlich von dannen und wir dürfen weiterfahren. Und zwar sehr vorsichtig... Um 18.45 sind wir ohne weitere Tierbegegnung im Motel. Später gibt's dann als Abendessen ein Stück Pizza vom Pizza Hut. Heute keine Lust auf Touristenabzocke. Dann lieber einfach und billig, aber trotzdem lecker.

Gefahrene Meilen: 95,0 (= 152,9 km)
Verbrauch: 28,2 MPG (= 8,3 l/100 km)
durchschn. Geschwindigkeit: 32,2 MPH (= 51,8 km/h)
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Dienstag, 28.10.2008 - 06:32
Dem Ende entgegen...
Morgen geht es nach Las Vegas zurück, da übernachten wir noch einmal und am Donnerstag geht es dann ins Flugzeug, dass wir am Freitag in Frankfurt wieder verlassen werden.

Da ich nicht weiß, wieviel das MGM Grand seinen Gästen für Internet-Access abknöpfen wird, will ich euch schonmal vorwarnen, dass der Reisebericht erst zum Ende der Woche weitergehen wird; dann wieder aus dem kalten Deutschland aus.

Dass wir die USA ausgerechnet so kurz vor Halloween verlassen müssen, ist irgendwie schon blöd. Aber dafür gibt's in Kölle ja auch eine Halloween-Party. Die aber gar keine sein möchte...

Schöne Grüße an Alle,
Andrea & Hans
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Mittwoch, 29.10.2008
Die letzte Etappe: Back to Vegas
29.10.2008
Tusayan/Grand Canyon -> Las Vegas

Heute schlafen wir mal aus und stehen erst um 6.10 (Andrea) bzw. um 6.40 (Häns) auf. Auf unser Frühstück im "Best Western Grand Canyon Squire Inn" verzichten wir dankend und machen uns lieber nach dem Check-Out um 7.30 auf die Piste. Frühstück gibt's später - nämlich rund 50 Meilen und 70 Minuten später im Denny's in Williams. Heute mit Pancakes - mit lääääääckeren Pancakes. Und wieder mal stellt sich mir die Frage: Worüber ärgere ich mich später mehr? Über die Bauchschmerzen vom Pancakes-Überfuttern oder über das Liegenlassen einiger so toll scheckenden Pancakes???

Nach dem leckeren Frühstück kann es dann gut gestärkt auf die Interstate 40 gehen - runde 116 Meilen bis kurz hinter Kingman. Größtenteils geht es durch relativ öde Landschaften. Obwohl die im Vergleich zur Fahrt nach Palm Springs abwechslungsreich und interessant sind...
Auf der US-93 geht es weiter Richtung Hoover Dam. Wir passieren die Terroristen-Kontrollstelle und werden vom Officer freundlich durchgewunken. Um 12.00 sind wir am Hoover Dam. Dieser Staudamm ist wirklich beeindruckend! Ebenso die Brücke, die gerade über dem Damm im Bau ist und als Hoover Dam Bypass den Verkehr vom Damm wegholen soll. In wenigen Jahren wird es soweit sein. Eigentlich sollte der Bypass 2008 fertig sein, aber da fehlt noch ein gewaltiges Stück...

Zum Visitor Center in den Damm hinabsteigen wollten wir lieber nicht, das könnte ein wenig bedrückend werden. Also spazieren wir einmal über dem Damm und zurück, kaufen das Parkhaus und machen dann noch eine kleine Pause mit Cinnamon Rolls. Um 13.30 geht es weiter Richtung Las Vegas. Im Walmart vor den Toren der Stadt machen wir noch eine Shoppingpause und kaufen nochmal Getränke, ein paar Mitbringsel und eine dritte Reisetasche - schließlich wollen auch die geshoppten Levis und Chucks nach Hause...

Um 15.00 sind wir auf dem Strip in Vegas und checken im MGM Grand ein. Man gönnt sich ja zum Abschluss sonst nix... Und ich muss sagen, dass ich das MGM um Längen besser, netter und luxoriöser finde als das Luxor vom Anfang unserer Reise! Um 15.45 beziehen wir unser Zimmer im 15. Stock (ans Aufzugfahren haben wir uns ja mittlerweile gewöhnt...) und fangen an, die Reisetaschen zu packen. Dabei wird natürlich auch mal durchkalkuliert, mit welchen neu gekauften Artikeln man die Einfuhrfreigrenze von 175 Euro pro Person nicht überschreitet, damit der deutsche Zoll dem günstigen Shoppingerlebnis keinen Strich durch die Rechnung macht. Natürlich haben wir mehr als 175 Euro pro Person ausgegeben. Wobei auch noch die Frage besteht, nach welchem $/€-Kurs umgerechnet wird, um ob man die $-Preise mit oder ohne Tax addiert??? Jedenfalls werden dann diverse Sachen auserkoren, die wir selbstverständlich nicht in den Staaten gekauft haben, sondern von zu Hause mitgebracht haben...

Um 18.00 stürzen wir uns wieder ins Getümmel - runter ins Casino und ab auf den Strip. Natürlich nicht ohne hier und da ein paar Automaten zu füttern. Auch diverse Souvenirläden werden in Augenschein genommen, unter anderem der Coke-Shop und der M&M-Laden. Es ist unglaublich, welche Massen an Zeug es gibt, die man alle nicht braucht...

Abendessen gibt es um 20.00 (mal wieder) in der La Salsa Cantina im Planet Hollywood. Da weiß man, was man hat - und das mexikanische Essen ist hier wirklich lecker! Außerdem schließt sich so der Kreis - das erste und das letzte Abendessen im gleichen Restaurant. Jedenfalls denken wir das zu dem Zeitpunkt noch...

Nach dem Essen (wir sitzen übrigens "draußen" unter unechtem Himmel) geht's über den Strip zum Bellagio - die weltberühmten Wasserspiele sind dran! Und die sind wirklich einfall toll! Bisher kannte ich ja nur die fast genauso berühmten Wasserspiele von Altenberg. Aber diese hier sind einfach gigantisch, pompös, romantisch und schöööööön!!!

Wir spazieren noch durch's Bellagio und zurück zum MGM Grand. Hier gönnen wir uns eine nicht wirklich günstige Kugel Eis vom Häagen Dazs, Häns lässt es umgehend fallen. Aber reaktionsschnell rettet er die teure Eiskugel vor dem Aufprall auf dem Fußboden... Ab auf's Zimmer - und dann Eis genießen!

Um Mitternacht geht's hungsmööd ins Bett!

Gefahrene Meilen: 281,9 (= 453,7 km)
Verbrauch: 32,2 MPG (= 7,3 l/100 km)
durchschn. Geschwindigkeit: 54,1 MPH (= 87,1 km/h)
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Donnerstag, 30.10.2008
Rückreise mit Hindernissen
30.10.2008
Las Vegas -> McCarran Airport -> Las Vegas -> McCarran Airport -> Frankfurt Airport -> Bergisch Gladbach

Der Tag beginnt um 7.45. Und er soll lange nicht zu Ende sein. Doch dazu später mehr...

Erstmal ins Internet und Abflugszeit checken - ups... Verspätung. Statt Abflug 17.10 ist nun 18.00 angekündigt. Naja, wird schon... Wir packen unsere letzten Sachen zusammen und checken um 9.30 über den Fernseher aus. Die WiFi Fee von schlappen 12 $ zahlen wir automatisch mit Kreditkarte. Wir bringen alle Sachen ins Auto und quetschen alles in den Kofferraum. Es passt so gerade. Schließlich wollen wir ja noch frühstücken gehen und nochmal auf den Strip. Als Vorsichtsmaßnahme verlassen wir mit dem bepackten Auto das MGM-Parkhaus und parken quasi gegenüber auf dem Parkplatz des Tropicana. Hier soll angeblich das Frühstücksbüffet günstig und sehr gut zu gleich sein. Nun ja, besonders teuer ist es nicht, aber besonders ist es auch nicht... Nach dem Frühstück (11.00) spazieren wir nochmal zu den Miracle Mile Shops at Planet Hollywood. Hier tauschen wir ein am Vorabend gekauftes T-Shirt um, für das Häns Astralkörper leider ein wenig zu breit ist... Um 11.40 laufen wir ein letztes Mal (oder auch nicht) den Strip runter. Diesmal schauen wir uns auch das Monte Carlo von innen an sind um 12.50 zurück am Auto. Es wird noch vollgetankt und um 13.20 geben wir unseren Impala bei Alamo ab. Tschööö, Impala! Der gute hat uns schließlich insgesamt über 2600 Meilen durch drei Bundesstaaten geführt - und das ohne einmal zu mucken! GM-Qualität eben!

Von der Mietwagen-Stations geht's als Lastesel verkleidet per Shuttlebus zum Airport. Um 14.00 checken wir am Condor-Schalter ein. Danach werden die Getränkevorräte versoffen und um 15.00 gehen wir durch die Sicherheitskontrolle. Gürtel aus, Schuhe aus, Laptop auspacken und ja nicht mit irgendwas anderem in die Plastikwanne legen!!!

Ein kleiner Snack bei Burger King folgt sowie ein wenig Schnickern in diversen Shops. Um 16.15 wird die Verspätung auf 18.00 zu 19.00... Toll! Inzwischen steht sogar der Condor-Vogel vor unserem Gate 4 - also watt sull dä Quatsch övverhoup?

Um 18.30 wird die ganze Condormeute dann von Gate 4 nach Gate 6 gescheucht, weil unser Flieger einem ankommenden im Weg steht... Und die ersten Unkenrufe ertönen... "Wir fliegen heute eh nicht mehr..." Noch lächeln wir darüber...

Nach diversen Shoppingrunden und mindestens der Hälfte von "Die Leber wächst mit ihren Aufgaben" folgt um 19.00 eine besonders erquickende Durchsage: Wegen schlechten Wetters haben wir eine neue geplante Abflugzeit: 1.30!!! Allgemeine Begeisterung bei den Passagieren - was wohl auch daran liegt, dass das Wetter in Vegas offensichtlich besser kaum sein könnte... Wenigstens steht der Flieger die ganze Zeit über in Sichtweite, so dass wenigstens keine Gerüchte über technische Probleme o.ä. die Runde machen.

Die Minuten der Hilflosigkeit um 19 Uhr: Was macht man schlappe 5 Stunden lang an einem Flughafenterminal, der als einzige kulinarische Attraktion einen Mini-Burgerking und einen Mini-Shop zu bieten hat? Darf man das Terminal verlassen? Oder auch den Flughafen? Was passiert, wenn der Flieger doch um 21 Uhr startet, man da aber gerade über den Strip spaziert??? Nach einer Viertelstunde wird uns wenigstens diese Ungewissheit genommen - die Abflugzeit um 1.30 ist fix, und wir dürfen den Flughafen verlassen. Reisepass und Bordkarte ermöglich die Rückkehr. Also packen wir unser Handgepäck in glücklicherweise vorhandene Schließfächer und machen uns aus dem Staub! Um 19.45 per Taxi zurück auf dem Strip!

Wir genehmigen uns nochmal ein einigermaßen nettes und nun wirklich letztes Vegas-Abendessen im "BLT Burger" im Mirage. Danach genießen wir nochmal die Wasserfontainen des Bellagio. Nach einem Bummel durch das Bellagio und das Ceasars Palace geht es um 23.00 zurück zum Flughafen. Irgendwie sind wir dann doch zu müde, um auf dem Strip rumzulaufen. Außerdem kann man eine gewisse Nervösität nicht leugnen, wenn in wenigen Stunden ein Rückflug auf dem Programm steht.

Also nochmal durch die Sicherheitskontrolle, Gepäck aus dem Schließfach holen und sich zu den Wartenden gesellen. Die liegen inzwischen kreuz und quer am Gate rum. Viele haben sich einfach auf den Boden schlafen gelegt...

Das Boarden beginnt dann endlich gegen 1.00! Um 1.45 schließlich heben wir endlich vom McCarran International Airport ab. Es ist erstaunlich, wie man einen Rückflug herbeisehnt, den man ein paar Tage vorher noch möglichst weit wegschieben wollte... Mit schlappen 8 1/2 Stunden Verspätung geht es nun endlich in Richtung Europa.

Dazu gibt es erstmal ein leckeres Abendessen(!) - um ca. 2.30(!)...
Der Flug ist sehr ruhig und vergeht dann angesammelter Müdigkeit wirklich relativ schnell. Um 10.00 (bzw. 18.00 deutscher Zeit) gibt es dann ein Frühstück. Tja, wären wir pünktlich geflogen, wäre es jetzt 9.30 deutscher Zeit und die Mahlzeiten wären passend...

Um 20.00 (12.00 Ostküstenzeit) landen wir in Frankfurt in Good Old Germany. Das Gepäck abgeholt - und ab zum Ausgang. Jetzt wird es nochmal spannend. Was erzählen wir dem Zoll? Welche Sachen haben wir nochmal gekauft und welche aus D mitgenommen? Der Ausgang kommt näher, die Zollstelle auch - nur Zöllner sind keine zu sehen. Selbst der Verzoll-Willige hätte hier nix verzollen können. Und dafür die Aufregung...

Draußen wartet schon Wolfredo, der uns unsere ICE-Fahrt erspart und mit dem Auto nach GL zurückfährt. Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass Andrea lieber ICE gefahren wäre... Der fährt zwar ein wenig schneller, dafür hat er mehr Sicherheitsabstand zum Vordermann...

Um 22.30 kommen wir in GL-City an!!
Ein kleiner Abendsnack - und nach rund 32 Stunden fallen wir endlich wieder in ein Bett - und gute Nacht!

Gefahrene Meilen: 6,1 (= 9,8 km)
Verbrauch: 12,6 MPG (= 18,7 l/100 km)
durchschn. Geschwindigkeit: 11,7 MPH (= 18,8 km/h)
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Donnerstag, 30.10.2008 - 17:36
Letztes Update aus Las Vegas
Guten Morgen! :)
Es ist 9:34 Ortszeit - und unser Flieger hat laut Condor jetzt schon 50 Minuten Verspätung...

Hoffentlich bleibt es dabei!
1 Kommentar:
Acht meinte dazu am 31.10.2008 um 16.51 Uhr:
Dann wurde es wohl doch etwas (...) mehr...
Sonntag, 02.11.2008 - 16:00
Back in Germany
So, dann wollen wir uns auch hier mal ordentlich zurückmelden in Good Old Germany !

Der Flug ist dann doch nicht mehr so pünktlich gegangen wie gehofft.
Aus der Verspätung von 17.10 auf 18.00 wurde erst 19.00 und schließlich 1.30

Und als wir dann endlich gegen 1.45 den McCarran Airport verließen, hatten wir insgesamt gute 8 1/2 Stunden Verspätung... Die Fluglinie heißt übrigens Condor, falls es jemanden interessieren sollte...

Immerhin war der Flug dann zugegeben ruhig und an sich erträglich und wir sind dann ziemlich genau um 20.00 deutscher Zeit in Frankfurt gelandet! 10 Stunden und 15 Minuten Flugzeit also.

Genaueres dann, wenn ich mit dem Reisebericht am 30. bzw. 31.10. angekommen bin! An den nächsten Tagen gehts hier mit den Berichten weiter, versprochen!
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Montag, 03.11.2008
Facit
So, das war er dann - unser Urlaub in den USA 2008.

Lange überredet (Andrea den Häns) - lange geplant - lange gefreut - viel erlebt - vorbei!

Nun haben wir 20 Tage lang die Westküste ein wenig kennen gelernt.

Unser Chevrolet Impala hat uns 2681,6 Meilen durch drei Staaten geführt - Nevada, California und Arizona. Das sind mal eben 4315,6 Kilometer! Wir hätten also auch quasi einmal nach Sizilien und zurück fahren können - dies nur zum Vergleich!

Dabei haben wir insgesamt 109,124 Gallonen Sprit verbraucht, das sind 413,08 Liter. Dafür haben wir insgesamt 376,10 Dollar bezahlt, was rund 290 Euro sind (bei einem Kurs von rund $1,30/1€). Durchschnittlich fuhren wir 23,8 Meilen pro Gallone, was wiederum einem Durchschnittsverbrauch von gut 10,6 Litern/100km entspricht. Die Durchschittsgeschwindigkeit lag bei 31 Meilen pro Stunde, oder 49,9 km/h.

Das sind aber nur die nackten Zahlen.

Die vielfältigen Eindrücke, die wir in den zwanzig Tagen gewonnen haben, werden wir beide so schnell nicht vergessen und uns noch jahrelang diesen sicherlich einmaligen Urlaub in guter Erinnerung halten!
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12.10.13.10.14.10.15.10.
16.10.17.10.18.10.19.10.
20.10.21.10.22.10.23.10.
24.10.25.10.26.10.27.10.
28.10.29.10.